Route 66 Roadtrip Teil 2 – Von Albuquerque bis Santa Monica durch Arizona & Kalifornien 🌵🌊

Albuquerque liegt hinter euch – doch einige der spektakulärsten Abschnitte der Route 66 warten noch.
Im zweiten Teil unseres Roadtrips folgen wir der historischen Mother Road weiter Richtung Westen.
Die Landschaft wird immer weiter.
Rote Felsen tauchen am Horizont auf.
Historische Motels und alte Neonreklamen erinnern an die große Zeit der Route 66.
Und irgendwann liegt hinter der nächsten Kurve plötzlich die endlose Wüstenlandschaft Arizonas.
Von Albuquerque führt unsere Route über Gallup nach Arizona, durch den Petrified Forest, vorbei an Holbrook und Winslow bis nach Flagstaff.
Danach warten einige der berühmtesten Route-66-Orte überhaupt: Williams, Seligman, Kingman und Oatman.
Schließlich überqueren wir die Grenze nach Kalifornien und folgen der Route 66 durch die Mojave-Wüste bis nach Los Angeles.
Das große Finale?
Santa Monica und der Pazifik. 🌊
Nach Tausenden Kilometern endet hier einer der legendärsten Roadtrips der Welt.
Unsere Route von Albuquerque bis Santa Monica 🚗
Für den zweiten Teil unseres Route-66-Roadtrips würde ich mehrere Tage einplanen.
Die Strecke lässt sich zwar schneller fahren.
Aber genau das wäre schade.
Denn die Route 66 lebt nicht davon, möglichst schnell von Albuquerque nach Los Angeles zu kommen.
Sie lebt von den kleinen Orten.
Den alten Tankstellen.
Den Motels mit Neonreklame.
Den Diners.
Den Roadside Attractions.
Und von diesen Momenten, in denen ihr auf einer fast leeren Straße unterwegs seid und euch vorstellen könnt, wie Reisende hier bereits vor Jahrzehnten Richtung Kalifornien gefahren sind.
Von Albuquerque nach Gallup – weiter durch New Mexico 🌵
Nach Albuquerque führt die Route weiter Richtung Westen.
Die Landschaft wird zunehmend weit und trocken.
Kleine Orte liegen entlang der historischen Strecke und immer wieder tauchen Überreste der alten Route 66 auf.
Unser nächstes größeres Ziel ist Gallup.
Gallup – Route-66-Geschichte im Westen New Mexicos
Gallup gehört zu den klassischen Route-66-Städten New Mexicos.
Die Stadt entwickelte sich zu einem wichtigen Zwischenstopp für Reisende auf dem Weg nach Westen und bis heute findet ihr hier Spuren dieser Zeit.
Besonders bekannt ist Gallup für seine historischen Motels und die typische Route-66-Atmosphäre entlang der alten Straße.
Wer klassische Neonreklamen und nostalgische Motels liebt, sollte sich hier etwas Zeit nehmen.
El Rancho Hotel – ein Stück Route-66-Geschichte ✨
Eines der bekanntesten Gebäude in Gallup ist das historische El Rancho Hotel.
Das Hotel wurde bereits in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts eröffnet und wurde insbesondere durch Gäste aus der Filmwelt bekannt, die während Dreharbeiten in der Region hier übernachteten.
Schon von außen ist das Gebäude ein echter Blickfang.
Große Holzveranden.
Rustikale Architektur.
Eine markante Leuchtreklame.
Im Inneren setzt sich der historische Western-Stil fort.
Auch wenn ihr hier nicht übernachtet, lohnt sich ein Blick auf das Gebäude während eures Stopps in Gallup.
Wer dagegen bewusst nach einer besonderen Unterkunft entlang der Route 66 sucht, kann Gallup gut als Übernachtungsort einplanen.
Wie viel Zeit würde ich für Gallup einplanen?
Für einen klassischen Route-66-Roadtrip reicht häufig ein halber Tag beziehungsweise eine Übernachtung.
Gallup ist weniger ein Ziel für eine lange Städtereise.
Der Ort funktioniert vielmehr als atmosphärischer Zwischenstopp auf dem Weg nach Arizona.
Und genau das macht ihn für diese Route so passend.
Praktische Route-66-Essentials für euren Roadtrip 🇺🇸🧳
Mehrere Wochen im Mietwagen bedeuten, dass einige kleine Reisebegleiter besonders praktisch werden können.
Ein guter Handyhalter fürs Auto, Ladekabel, Powerbank, Reiseadapter, kleine Organizer, wiederverwendbare Trinkflaschen und weiteres Roadtrip-Zubehör können unterwegs hilfreich sein.
In meiner USA-Ideenliste findet ihr praktische Begleiter für längere Reisen und Roadtrips durch die Vereinigten Staaten.
Willkommen in Arizona 🌵✨
Hinter Gallup nähert ihr euch der Grenze zwischen New Mexico und Arizona.
Und spätestens jetzt verändert sich die Atmosphäre des Roadtrips noch einmal.
Arizona gehört für mich zu den spannendsten Abschnitten der gesamten Route 66.
Hier treffen spektakuläre Landschaften auf einige der bekanntesten historischen Orte entlang der Mother Road.
Und bereits kurz hinter der Grenze wartet ein landschaftliches Highlight.
Petrified Forest National Park – versteinerte Wälder & endlose Weite 🏜️
Der Petrified Forest National Park gehört zu den außergewöhnlichsten Landschaften entlang dieser Route.
Der Name verrät bereits, was diesen Nationalpark so besonders macht:
Hier findet ihr große Mengen versteinerten Holzes.
Bäume, die vor Millionen von Jahren in dieser Region lagen, wurden im Laufe der Zeit durch Mineralien ersetzt.
Heute wirken einige der Stücke fast wie riesige Kristalle.
Mehr als nur versteinerte Baumstämme
Wer beim Petrified Forest nur an einzelne versteinerte Holzstücke denkt, unterschätzt den Nationalpark.
Denn die Landschaft selbst ist mindestens genauso beeindruckend.
Weite Ebenen.
Bizarre Gesteinsformationen.
Farben von Rot und Orange bis Grau und Violett.
Und kaum Bebauung.
Gerade nach den Städten und kleinen Route-66-Orten fühlt sich dieser Abschnitt plötzlich unglaublich weit an.
Painted Desert – Farben mitten in der Wüste 🎨
Im nördlichen Bereich des Nationalparks liegt die Painted Desert.
Je nach Licht wirken die Hügel hier unterschiedlich gefärbt.
Rosa.
Rot.
Orange.
Violett.
Grau.
Besonders am frühen Morgen oder späteren Nachmittag kann die Landschaft wunderschön wirken.
Plant deshalb nicht nur einen schnellen Fotostopp ein.
Wenn eure Route es zulässt, würde ich mehrere Aussichtspunkte anfahren.
Route 66 mitten im Nationalpark 🚗
Für Route-66-Fans gibt es hier außerdem eine kleine Besonderheit.
Die historische Route 66 verlief einst durch das Gebiet des heutigen Nationalparks.
An einem markierten Abschnitt erinnert unter anderem ein alter Wagen an den früheren Verlauf der Straße.
Es ist nur ein kleiner Stopp.
Aber gerade auf einem Roadtrip entlang der Mother Road gehört er für mich dazu.
Wie viel Zeit für den Petrified Forest?
Für einen ersten Eindruck würde ich mindestens zwei bis drei Stunden einplanen.
Wenn ihr mehrere kurze Trails laufen und verschiedene Aussichtspunkte besuchen möchtet, darf es gerne länger sein.
Vor allem solltet ihr vermeiden, den Nationalpark nur als schnellen Zwischenstopp auf dem Weg zum nächsten Motel zu betrachten.
Die Landschaft verdient Zeit.
Mein Tipp
Habt ausreichend Wasser im Auto und unterschätzt die Entfernungen nicht.
In dieser Region können Temperaturen und Wetterbedingungen je nach Jahreszeit stark variieren.
Informiert euch deshalb vor eurem Besuch über die aktuellen Bedingungen und Öffnungszeiten.
Holbrook – Dinosaurier & eines der berühmtesten Motels der Route 66 🦖
Nach dem Petrified Forest führt unsere Route weiter nach Holbrook.
Und hier wird es wieder herrlich nostalgisch.
Holbrook ist einer dieser Orte, die ohne die Route 66 wahrscheinlich vollkommen anders aussehen würden.
Alte Motels.
Dinosaurierfiguren.
Souvenirshops.
Neonreklamen.
Und jede Menge Roadtrip-Nostalgie.
Wigwam Motel – Schlafen im Beton-Tipi ⛺
Das berühmteste Fotomotiv des Ortes ist wahrscheinlich das historische Wigwam Motel.
Die einzelnen Zimmer befinden sich in großen, tipiähnlichen Betonbauten.
Davor stehen historische Fahrzeuge.
Das Ganze wirkt wie eine Zeitreise in die klassische Ära amerikanischer Roadtrips.
Luxus solltet ihr hier natürlich nicht erwarten.
Der Reiz liegt gerade in der Geschichte und dem ungewöhnlichen Konzept.
Selbst wenn ihr nicht hier übernachtet, gehört ein kurzer Fotostopp für mich zu einer Route-66-Reise dazu.
Winslow – „Standin’ on the Corner“ 🎸
Weiter geht es durch Arizona nach Winslow.
Der kleine Ort wurde durch einen Song der Eagles weltbekannt.
Heute erinnert der Standin’ on the Corner Park an diese Verbindung.
Für Route-66-Reisende ist der Platz zu einem der klassischen Fotostopps geworden.
Die berühmte Ecke ist entsprechend touristisch.
Aber genau das gehört irgendwie dazu.
Ein kurzer Stopp reicht meistens
Winslow lässt sich wunderbar als Zwischenstopp auf dem Weg nach Flagstaff einbauen.
Ein bisschen durch die Umgebung laufen.
Ein Foto an der berühmten Ecke machen.
Vielleicht einen Kaffee trinken.
Und anschließend geht es weiter Richtung Westen.
Meteor Crater – ein beeindruckender Abstecher ☄️
Zwischen Winslow und Flagstaff könnt ihr einen weiteren außergewöhnlichen Stopp einplanen.
Den Meteor Crater.
Der riesige Einschlagskrater entstand vor Zehntausenden Jahren durch den Einschlag eines Meteoriten.
Wenn euch Naturgeschichte und außergewöhnliche Landschaften interessieren, kann sich der Abstecher lohnen.
Für einen ohnehin schon vollgepackten Route-66-Tag würde ich ihn allerdings als optionalen Stopp betrachten.
Denn unser nächstes Ziel verdient definitiv etwas mehr Zeit.
Flagstaff – plötzlich wird Arizona grün 🌲
Nach all den Wüstenlandschaften überrascht Flagstaff.
Die Stadt liegt deutlich höher und ist von Wäldern und Bergen umgeben.
Plötzlich stehen hohe Kiefern entlang der Straßen.
Die Temperaturen können spürbar angenehmer sein.
Und die Atmosphäre unterscheidet sich deutlich von den trockenen Landschaften, durch die wir zuvor gefahren sind.
Route 66 trifft lebendige Universitätsstadt
Flagstaff ist heute keine reine Route-66-Kulisse.
Die Stadt lebt.
Restaurants.
Cafés.
Bars.
Kleine Geschäfte.
Historische Gebäude.
Und gleichzeitig begegnet euch die Route 66 immer wieder.
Genau diese Mischung macht Flagstaff für mich zu einem der Orte, an denen sich eine Übernachtung besonders lohnt.
Historic Downtown Flagstaff
Nehmt euch am Abend Zeit für die historische Innenstadt.
Hier könnt ihr das Auto einmal stehen lassen und einfach zu Fuß unterwegs sein.
Nach mehreren Tagen Roadtrip ist das erstaunlich angenehm. 😉
Übernachten in Flagstaff 🛏️
Flagstaff bietet eine deutlich größere Auswahl an Unterkünften als viele der kleinen Route-66-Orte.
Ihr findet klassische Motels ebenso wie moderne Hotels und individuellere Unterkünfte.
Für diese Route würde ich möglichst eine Unterkunft wählen, von der ihr Downtown schnell erreicht.
So könnt ihr den Abend entspannt verbringen, ohne danach noch lange fahren zu müssen.
Solltet ihr von Flagstaff zum Grand Canyon fahren? 🏜️
Diese Frage stellt sich bei einer Route-66-Reise durch Arizona fast automatisch.
Und für mich lautet die Antwort:
Wenn ihr den Grand Canyon noch nie gesehen habt und genügend Zeit habt – ja.
Der Grand Canyon liegt nicht direkt an der historischen Route 66.
Trotzdem lässt er sich von dieser Route sehr gut als Abstecher integrieren.
Und wenn ihr schon einmal durch Arizona fahrt, wäre es schade, eines der beeindruckendsten Naturwunder der USA nur deshalb auszulassen, weil es nicht exakt auf der Mother Road liegt.
Wie viel zusätzliche Zeit einplanen?
Ich würde den Grand Canyon nicht zwischen zwei Route-66-Stopps „hineinquetschen“.
Plant lieber mindestens einen zusätzlichen Tag ein.
Noch schöner ist eine Übernachtung in der Region.
So könnt ihr Aussichtspunkte besuchen, kurze Wanderungen unternehmen und die Landschaft wirklich genießen.
Gerade Sonnenaufgang und Sonnenuntergang können am Canyon unglaublich schön sein.
Mein Tipp
Wenn der Grand Canyon Teil eures Roadtrips werden soll, reserviert Unterkünfte frühzeitig.
Besonders in beliebten Reisezeiten können Hotels in und rund um den Nationalpark schnell teuer oder ausgebucht sein.
Von Flagstaff weiter Richtung Westen 🚗🌵
Nach Flagstaff beginnt ein Abschnitt der Route 66, auf den ich mich bei dieser Reise besonders freuen würde.
Denn jetzt kommen mehrere Orte, die fast untrennbar mit der Geschichte der Mother Road verbunden sind.
Williams.
Seligman.
Kingman.
Oatman.
Hier findet ihr genau das Route-66-Gefühl, das viele vor Augen haben, wenn sie von diesem Roadtrip träumen.
Historische Main Streets.
Alte Tankstellen.
Neonschilder.
Klassische Diners.
Und lange Straßen durch die Weite Arizonas.
Unser nächster Stopp: Williams – eines der schönsten Route-66-Städtchen Arizonas. 🇺🇸🚗✨
Williams – Route-66-Nostalgie und das Tor zum Grand Canyon 🚗✨
Von Flagstaff führt unser Roadtrip weiter nach Williams, einen der Orte, an denen die Geschichte der Route 66 noch besonders lebendig wirkt.
Schon bei der Fahrt durch die Stadt begegnen euch historische Fassaden, alte Leuchtreklamen, klassische Diners und zahlreiche kleine Geschäfte, die an die große Zeit der Mother Road erinnern. Anders als bei manchen kurzen Fotostopps lohnt es sich in Williams, das Auto für eine Weile stehen zu lassen und den Ort zu Fuß zu entdecken.
Besonders am Abend entwickelt die historische Innenstadt eine schöne Atmosphäre. Wenn die Neonreklamen leuchten und langsam etwas Ruhe auf den Straßen einkehrt, fühlt sich Williams ein wenig wie eine Reise zurück in die Zeit der klassischen amerikanischen Roadtrips an.
Williams und der Grand Canyon 🏜️
Williams ist nicht nur ein schöner Route-66-Stopp, sondern auch ein beliebter Ausgangspunkt für einen Besuch des Grand Canyon.
Von hier startet die historische Grand Canyon Railway, die bis zum South Rim des Grand Canyon fährt. Wer während seines Roadtrips einen zusätzlichen Tag eingeplant hat, kann Williams deshalb wunderbar mit einem Besuch des Nationalparks verbinden.
Wenn ihr den Grand Canyon bereits von Flagstaff aus besucht habt oder euch vollständig auf die Route 66 konzentrieren möchtet, lohnt sich Williams trotzdem. Die Stadt gehört für mich allein wegen ihrer Atmosphäre zu den Stopps, die auf dieser Reise nicht fehlen sollten.
Übernachten in Williams 🛏️
Williams eignet sich sehr gut für eine Übernachtung, besonders wenn ihr eure Route nicht unnötig schnell fahren möchtet.
Rund um die historische Innenstadt findet ihr verschiedene Hotels und Motels. Wer möglichst viel Route-66-Atmosphäre erleben möchte, sollte eine Unterkunft wählen, von der aus ihr die historische Straße am Abend bequem zu Fuß erreichen könnt.
So könnt ihr essen gehen, noch ein wenig durch die Stadt schlendern und anschließend ohne weitere Autofahrt zurück ins Hotel.
Mein Tipp
Wenn ihr euch zwischen Flagstaff und Williams als Übernachtungsort entscheiden müsst, würde ich die Entscheidung davon abhängig machen, was euch wichtiger ist.
Flagstaff ist größer, lebendiger und bietet eine breite Auswahl an Restaurants und Unterkünften. Williams ist kleiner und vermittelt dafür deutlich mehr von dem nostalgischen Route-66-Gefühl.
Für einen Roadtrip, bei dem die Mother Road selbst im Mittelpunkt steht, würde ich Williams deshalb zumindest für einen längeren Stopp einplanen.
Von Williams nach Seligman – mitten hinein in die Geschichte der Route 66 🇺🇸
Von Williams fahren wir weiter Richtung Westen nach Seligman.
Der kleine Ort ist schnell erreicht und wirkt auf den ersten Blick vielleicht unscheinbar. Für die Geschichte der Route 66 ist Seligman allerdings von großer Bedeutung.
Nachdem die alte Straße durch den Ausbau der Interstate immer mehr an Bedeutung verloren hatte, setzten sich Menschen aus der Region dafür ein, die historische Route zu erhalten und wieder stärker ins Bewusstsein der Reisenden zu bringen.
Heute gilt Seligman deshalb als einer der Orte, die eng mit der Wiederbelebung der Historic Route 66 verbunden sind.
Route-66-Nostalgie in Seligman
Bei einem Spaziergang durch den kleinen Ortskern begegnet euch die Route 66 praktisch überall.
Historische Fahrzeuge stehen vor den Gebäuden, alte Tankstellen erinnern an frühere Zeiten und in den kleinen Geschäften findet ihr unzählige Erinnerungsstücke an die Mother Road.
Natürlich ist Seligman heute stark auf Route-66-Reisende ausgerichtet. Trotzdem lohnt sich der Stopp, denn der Ort vermittelt sehr anschaulich, welchen Stellenwert die historische Straße für viele Gemeinden entlang der Strecke noch immer hat.
Delgadillo’s Snow Cap 🍔
Zu den bekanntesten Adressen in Seligman gehört Delgadillo’s Snow Cap.
Der historische Imbiss ist seit Jahrzehnten Teil der Route-66-Geschichte und fällt schon von außen durch seine ungewöhnliche Gestaltung auf. Alte Fahrzeuge, Schilder und zahlreiche kleine Details machen den Stopp zu einem der typischen Fotomotive des Ortes.
Für Seligman würde ich ungefähr ein bis zwei Stunden einplanen. Das reicht aus, um durch den historischen Bereich zu laufen, einige Fotos zu machen und vielleicht eine kleine Pause einzulegen.
Danach beginnt ein Streckenabschnitt, bei dem nicht mehr nur die einzelnen Stopps interessant sind.
Jetzt wird die Fahrt selbst zum Erlebnis.
Von Seligman nach Kingman – auf der historischen Route 66 durch Arizona 🚗🌵
Zwischen Seligman und Kingman könnt ihr einen längeren Abschnitt der historischen Route 66 fahren.
Statt möglichst schnell über die Interstate weiterzureisen, lohnt es sich hier besonders, der alten Straße zu folgen.
Die Landschaft wird weit und ruhig. Immer wieder begleiten Eisenbahngleise die Strecke, Berge zeichnen sich am Horizont ab und zwischen den kleinen Orten liegen lange Abschnitte, auf denen nur wenige Fahrzeuge unterwegs sind.
Genau auf solchen Strecken zeigt sich für mich der eigentliche Reiz eines Route-66-Roadtrips.
Es geht nicht ständig darum, die nächste Sehenswürdigkeit zu erreichen. Manchmal besteht das Erlebnis einfach darin, auf dieser historischen Straße durch die Landschaft Arizonas zu fahren und sich vorzustellen, wie viele Menschen hier bereits vor Jahrzehnten auf ihrem Weg nach Westen unterwegs waren.
Praktische Route-66-Essentials für euren Roadtrip 🇺🇸🧳
Mehrere Wochen im Mietwagen bedeuten, dass einige kleine Reisebegleiter besonders praktisch werden können.
Ein guter Handyhalter fürs Auto, Ladekabel, Powerbank, Reiseadapter, kleine Organizer, wiederverwendbare Trinkflaschen und weiteres Roadtrip-Zubehör können unterwegs hilfreich sein.
In meiner USA-Ideenliste findet ihr praktische Begleiter für längere Reisen und Roadtrips durch die Vereinigten Staaten.
Hackberry General Store – ein besonderer Zwischenstopp 📸
Bevor wir Kingman erreichen, lohnt sich ein Halt am Hackberry General Store.
Rund um den historischen Laden stehen alte Fahrzeuge und Zapfsäulen, dazu kommen Route-66-Schilder, Nummernschilder und zahlreiche Erinnerungsstücke aus vergangenen Jahrzehnten.
Der Ort ist inzwischen ein beliebter Fotostopp, vermittelt aber trotzdem sehr schön das nostalgische Gefühl, das viele mit der Route 66 verbinden.
Plant ruhig etwas Zeit ein, um euch umzusehen, bevor ihr anschließend weiter nach Kingman fahrt.
Kingman – Route-66-Geschichte mitten in Arizona
Mit Kingman erreichen wir einen der größeren Orte auf diesem Abschnitt unserer Reise.
Nach den kleinen Stopps der vergangenen Stunden ist Kingman eine gute Gelegenheit, zu tanken, Vorräte aufzufüllen und den Tag etwas entspannter ausklingen zu lassen.
Gleichzeitig spielt die Route 66 auch hier eine wichtige Rolle.
Mehr über die Mother Road erfahren
Wer sich nicht nur für die Landschaft, sondern auch für die Geschichte der Route interessiert, kann in Kingman das Arizona Route 66 Museum besuchen.
Nach mehreren Tagen auf der historischen Strecke ist es spannend zu sehen, wie sich die Straße entwickelte und welche Bedeutung sie für die Menschen hatte, die auf ihr Richtung Westen reisten.
Auch bei einem Spaziergang durch Kingman begegnen euch immer wieder historische Gebäude, Wandmalereien und Hinweise auf die Mother Road.
Übernachten in Kingman 🛏️
Ich würde Kingman durchaus als Übernachtungsort einplanen.
Der Grund dafür ist nicht nur die gute Auswahl an Unterkünften. Am nächsten Tag wartet mit der Fahrt nach Oatman einer der außergewöhnlichsten und kurvenreichsten Abschnitte dieser Route.
Wer morgens entspannt in Kingman startet, kann sich dafür ausreichend Zeit nehmen.
Von Kingman nach Oatman – durch die Black Mountains ⛰️
Hinter Kingman verändert sich die Landschaft erneut.
Die historische Route 66 führt hinein in die Black Mountains und wird zunehmend kurviger. Nach den langen und teilweise schnurgeraden Straßen der vergangenen Tage fühlt sich dieser Abschnitt vollkommen anders an.
Die Straße windet sich durch die Berge und eröffnet immer wieder weite Ausblicke über die trockene Landschaft Arizonas.
Hier lohnt es sich, langsam zu fahren und nicht zu knapp zu planen.
Über den Sitgreaves Pass
Auf dem Weg nach Oatman führt die historische Strecke über den Sitgreaves Pass.
Die Straße ist hier schmaler und kurviger als auf vielen anderen Abschnitten der Route 66. Gerade deshalb gehört die Fahrt für viele Roadtrip-Reisende zu den besonderen Erlebnissen in Arizona.
Wer mit einem großen Fahrzeug unterwegs ist oder bei schwierigen Wetterbedingungen reist, sollte vorher prüfen, ob die Strecke unter den aktuellen Bedingungen geeignet ist.
Ansonsten gilt vor allem: genügend Zeit einplanen und die Fahrt genießen.
Oatman – Wildwest-Atmosphäre mitten in Arizona 🫏🌵
Nach der Fahrt durch die Black Mountains erreichen wir Oatman.
Der ehemalige Bergbauort ist heute einer der ungewöhnlichsten Stopps entlang der Route 66. Historische Gebäude säumen die kleine Hauptstraße, Geschäfte erinnern an die Wildwest-Vergangenheit und mitten zwischen Besuchern und Autos tauchen immer wieder die berühmtesten Bewohner des Ortes auf.
Die Burros von Oatman
Oatman ist für seine frei laufenden Burros bekannt.
Die Tiere sind Nachfahren der Esel, die früher von Bergleuten in der Region eingesetzt wurden, und gehören heute fest zum Ortsbild.
Es ist durchaus möglich, dass sie mitten auf der Straße stehen und der Verkehr für einen Moment warten muss.
So schön die Begegnung ist, sollte man trotzdem nicht vergessen, dass es Tiere sind. Haltet ausreichend Abstand und beachtet die Hinweise vor Ort, insbesondere beim Füttern.
Wie viel Zeit lohnt sich für Oatman?
Für einen entspannten Besuch würde ich ungefähr zwei Stunden einplanen.
So bleibt genügend Zeit, durch die Hauptstraße zu laufen, die historischen Gebäude anzusehen und die besondere Atmosphäre des Ortes zu erleben.
Oatman selbst ist inzwischen touristisch geprägt. Für mich gehört der Ort trotzdem zu einem Route-66-Roadtrip, denn zusammen mit der Fahrt durch die Black Mountains entsteht ein Abschnitt, der sich deutlich von den vorherigen Etappen unterscheidet.
Von Arizona nach Kalifornien – der letzte Bundesstaat unserer Reise 🌵🌴
Nach Oatman verlassen wir langsam Arizona.
Hinter uns liegen inzwischen zahlreiche kleine Route-66-Orte, Nationalparks, Wüstenlandschaften und mehrere Tausend Kilometer Roadtrip.
Vor uns liegt nun der letzte Bundesstaat der historischen Route:
Kalifornien.
Wer dabei sofort an Palmen, Los Angeles und den Pazifik denkt, muss sich allerdings noch etwas gedulden.
Bevor wir das Meer erreichen, führt die Mother Road zunächst durch eine der trockensten und einsamsten Landschaften unserer gesamten Reise.
Route 66 durch die Mojave-Wüste 🏜️
Der kalifornische Wüstenabschnitt vermittelt noch einmal ein vollkommen anderes Gefühl.
Die Landschaft wird weit und karg, zwischen einzelnen Orten liegen große Entfernungen und Teile der historischen Route führen durch Regionen, in denen es nur wenige Versorgungsmöglichkeiten gibt.
Gerade diese Einsamkeit macht den Abschnitt faszinierend.
Gleichzeitig ist hier etwas mehr Vorbereitung sinnvoll als auf den dichter besiedelten Etappen zuvor.
Gut vorbereitet durch die Wüste
Bevor ihr längere Abschnitte durch die Mojave-Wüste fahrt, solltet ihr tanken und ausreichend Trinkwasser im Auto haben.
Verlasst euch außerdem nicht darauf, dass jede Tankstelle oder jedes Café, das auf älteren Karten oder in Reiseführern eingezeichnet ist, tatsächlich geöffnet hat.
Auch der Zustand historischer Straßenabschnitte kann sich ändern.
Prüft deshalb am Tag eurer Fahrt, welche Teile der alten Route aktuell befahrbar sind und ob es Sperrungen oder Umleitungen gibt.
So könnt ihr die Wüstenetappe genießen, ohne euch unnötigen Stress zu machen.
Amboy und Roy’s Motel & Café – Route-66-Ikone in der Wüste 🌵
Mitten in dieser weiten Landschaft liegt Amboy.
Der kleine Ort ist vor allem durch Roy’s Motel & Café bekannt geworden.
Das historische Schild vor der Kulisse der Mojave-Wüste gehört heute zu den bekanntesten Motiven der kalifornischen Route 66.
Gerade die einsame Umgebung macht den Ort so besonders.
Hier wird gleichzeitig sichtbar, was mit vielen Gemeinden entlang der Mother Road geschah, nachdem der Verkehr zunehmend auf die Interstate verlagert wurde.
Aus einst wichtigen Zwischenstopps wurden ruhige Orte, an denen heute vor allem die Geschichte der alten Straße weiterlebt.
Für euren Roadtrip ist Amboy deshalb ein schöner Zwischenstopp und ein besonderer Ort für Fotos.
Von Amboy nach Barstow – langsam zurück in die Zivilisation 🚗
Nach Amboy führt unsere Route weiter durch die Mojave-Wüste Richtung Barstow.
Nach den einsamen Straßen und langen Wüstenabschnitten wirkt die Stadt fast wie eine Rückkehr in die Zivilisation.
Hier könnt ihr wieder problemlos tanken, essen und eure Vorräte auffüllen.
Je nachdem, wie ihr die Etappe geplant habt, eignet sich Barstow auch für eine Übernachtung.
Vor allem aber markiert die Stadt einen Moment, an dem sich der Roadtrip langsam verändert.
Die endlosen Landschaften des amerikanischen Südwestens liegen zunehmend hinter uns.
Der Verkehr wird dichter.
Die Orte werden größer.
Und das Ziel, das seit Chicago Tausende Kilometer entfernt schien, rückt plötzlich ganz nah.
Los Angeles und der Pazifik warten auf uns. 🌊
Doch bevor wir am berühmten Ende der Route 66 in Santa Monica stehen, führt uns die historische Straße noch durch Kalifornien weiter Richtung Westen.
Und genau dort geht unsere Reise im nächsten Abschnitt weiter.
Von Barstow weiter Richtung Los Angeles – die Wüste bleibt langsam zurück 🚗🌴
Nach den langen und einsamen Straßen durch die Mojave-Wüste wirkt Barstow wie ein deutlicher Wendepunkt unserer Reise.
Die Landschaft ist zwar weiterhin trocken und weit, doch langsam verändert sich die Umgebung. Die Abstände zwischen den Orten werden kürzer, der Verkehr nimmt zu und die Metropolregion Los Angeles rückt immer näher.
Trotzdem lohnt es sich, nicht direkt auf die schnellste Verbindung Richtung Küste zu wechseln.
Denn auch auf den letzten Kilometern warten noch einige Orte, die eng mit der Geschichte der Route 66 verbunden sind.
Barstow – eine Pause vor der letzten großen Etappe
Barstow war aufgrund seiner Lage und der Eisenbahn schon lange ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt.
Auch die Route 66 führte Reisende hier vorbei, bevor es weiter Richtung Los Angeles ging.
Heute eignet sich die Stadt vor allem für eine längere Pause nach der Fahrt durch die Mojave-Wüste.
Ihr könnt tanken, etwas essen und euch auf den letzten Abschnitt vorbereiten.
Wer den Tag nicht zu voll planen möchte, kann auch in Barstow übernachten und am nächsten Morgen ausgeruht Richtung Los Angeles starten.
Route-66-Geschichte rund um Barstow
Wenn ihr noch etwas tiefer in die Geschichte der Mother Road eintauchen möchtet, könnt ihr euch in Barstow rund um das historische Harvey House umsehen.
Dort befindet sich auch das Route 66 Mother Road Museum, das sich mit der Geschichte der berühmten Straße und ihrer Bedeutung für die Region beschäftigt.
Nach all den Kilometern, die ihr inzwischen selbst auf der Route zurückgelegt habt, bekommt ein solcher Besuch noch einmal eine ganz andere Bedeutung.
Denn viele Orte und Namen, die zu Beginn des Roadtrips noch weit entfernt wirkten, liegen inzwischen tatsächlich hinter euch.
Victorville – noch einmal Route-66-Geschichte erleben
Von Barstow führt unsere Reise weiter Richtung Victorville.
Auch hier begegnet euch die Geschichte der Route 66.
Victorville entwickelte sich durch seine Lage an wichtigen Verkehrswegen und wurde zu einem weiteren Zwischenstopp für Reisende auf dem Weg nach Kalifornien.
Heute ist die Stadt deutlich größer als viele der kleinen Route-66-Orte, die wir zuvor besucht haben.
California Route 66 Museum
Wer noch nicht genug von der Geschichte der Mother Road bekommen hat, kann in Victorville das California Route 66 Museum besuchen.
Historische Fahrzeuge, Fotografien und verschiedene Erinnerungsstücke erzählen von den Menschen und Orten entlang der kalifornischen Route 66.
Ob ihr den Museumsbesuch einplant, würde ich davon abhängig machen, wie viel Zeit ihr an diesem Tag habt.
Nach mehreren Wochen Roadtrip möchtet ihr vielleicht lieber weiterfahren.
Wenn ihr euch dagegen besonders für die Geschichte der Route 66 interessiert, ist Victorville ein passender letzter größerer Museumsstopp vor Los Angeles.
Richtung San Bernardino – Kalifornien wird immer grüner 🌴
Hinter Victorville verändert sich die Landschaft erneut.
Die einsame Wüste bleibt zunehmend zurück und die Umgebung wird dichter besiedelt.
Nach Tagen mit langen Straßen, kleinen Orten und riesigen Landschaften fühlt sich das beinahe ungewohnt an.
Ihr nähert euch jetzt der Region rund um San Bernardino.
Und spätestens hier merkt ihr:
Los Angeles ist nicht mehr weit entfernt.
San Bernardino – ein weiterer historischer Route-66-Stopp
San Bernardino war ein wichtiger Ort entlang der historischen Route 66 und ist heute Teil der riesigen Metropolregion Südkaliforniens.
Wer Zeit hat, kann hier noch einmal einen kurzen Stopp einplanen.
Für mich würde San Bernardino auf dieser Reise allerdings weniger als eigene große Etappe dienen.
Nach den vielen besonderen Orten in Arizona und der Mojave-Wüste würde ich hier eher langsam in den letzten Abschnitt des Roadtrips übergehen.
Denn von jetzt an verändert sich auch das Fahren.
Die Straßen werden voller und aus dem entspannten Roadtrip durch die Weite des amerikanischen Westens wird zunehmend Großstadtverkehr.
Durch die Vororte von Los Angeles 🚗
Die historische Route 66 führte von San Bernardino weiter durch zahlreiche Orte, die heute praktisch ineinander übergehen.
Wer der alten Strecke möglichst genau folgen möchte, kann unter anderem durch Rancho Cucamonga, Glendora, Monrovia und Pasadena fahren.
Dabei solltet ihr allerdings genügend Zeit einplanen.
Auf der Karte sehen die Entfernungen oft überschaubar aus.
Im Großraum Los Angeles kann aus einer vermeintlich kurzen Strecke durch den Verkehr schnell eine deutlich längere Fahrt werden.
Gerade am Ende eines langen Roadtrips würde ich deshalb nicht versuchen, jeden historischen Straßenabschnitt zwanghaft abzufahren.
Mein Tipp
Plant für die letzten Kilometer großzügiger als für vergleichbare Entfernungen in Arizona oder New Mexico.
Los Angeles kann verkehrstechnisch unberechenbar sein.
Wenn ihr einen bestimmten Zeitpunkt für Santa Monica im Kopf habt – beispielsweise den Sonnenuntergang – solltet ihr lieber deutlich früher losfahren.
Pasadena – ein schöner Zwischenstopp vor Los Angeles 🌴
Bevor wir endgültig in Los Angeles eintauchen, bietet sich Pasadena für eine Pause an.
Die Stadt unterscheidet sich deutlich von den kleinen Orten, durch die wir auf der Route 66 gefahren sind.
Breite Straßen, historische Gebäude, Restaurants und eine gepflegte Innenstadt sorgen für eine vollkommen andere Atmosphäre.
Nach Tagen voller Motels, Diners und Wüstenlandschaften merkt man hier endgültig, dass die Reise ihrem urbanen Finale entgegengeht.
Old Pasadena
Wenn ihr etwas Zeit habt, könnt ihr durch Old Pasadena schlendern.
Der historische Bereich eignet sich wunderbar für eine Kaffeepause oder ein spätes Mittagessen.
Gerade wenn ihr anschließend noch durch Los Angeles bis nach Santa Monica fahren möchtet, würde ich hier noch einmal eine entspannte Pause einlegen.
Los Angeles – die Route 66 erreicht die Millionenmetropole 🌴✨
Und dann ist es tatsächlich so weit.
Nach Chicago, Missouri, Kansas, Oklahoma, Texas, New Mexico, Arizona und der kalifornischen Wüste erreicht ihr Los Angeles.
Der Kontrast könnte kaum größer sein.
Wo wenige Tage zuvor noch kilometerlang kaum ein anderes Auto zu sehen war, seid ihr plötzlich mitten in einer der größten Metropolregionen der USA unterwegs.
Palmen säumen die Straßen.
Der Verkehr wird dichter.
Hochhäuser tauchen auf.
Und irgendwo hinter der Stadt wartet bereits der Pazifik.
Die Route 66 durch Los Angeles
Der historische Verlauf der Route 66 führte durch verschiedene Teile der Stadt.
Wer sich intensiv mit der Geschichte der Strecke beschäftigen möchte, kann einzelne historische Abschnitte bewusst in die Route einbauen.
Für einen normalen Roadtrip würde ich Los Angeles allerdings nicht ausschließlich nach dem exakten historischen Straßenverlauf erkunden.
Die Stadt ist viel zu groß und bietet viel zu viele interessante Orte.
Plant Los Angeles deshalb lieber als eigenes Reiseziel innerhalb eures Roadtrips.
Wie viele Tage für Los Angeles? 🌴
Nach der langen Route 66 würde ich mindestens zwei bis drei Nächte in Los Angeles einplanen.
So müsst ihr nach der Ankunft nicht sofort weiterfahren und könnt die Stadt in Ruhe entdecken.
Je nach euren Interessen könnt ihr beispielsweise Hollywood, Griffith Observatory, Beverly Hills oder verschiedene Viertel der Stadt besuchen.
Und natürlich solltet ihr genügend Zeit für die Küste einplanen.
Denn genau dort wartet das symbolische Ziel unseres gesamten Roadtrips.
Übernachten in Los Angeles oder direkt in Santa Monica?
Diese Entscheidung hängt davon ab, was ihr nach der Route 66 noch vorhabt.
Wenn ihr mehrere Tage Los Angeles erkunden möchtet, kann eine zentralere Lage innerhalb der Stadt sinnvoll sein.
Wenn ihr dagegen das Ende des Roadtrips besonders genießen möchtet, würde ich eine Übernachtung in Santa Monica in Betracht ziehen.
Nach mehreren Tausend Kilometern morgens aufzuwachen und nur wenige Minuten vom Pazifik entfernt zu sein, ist ein ziemlich schöner Abschluss dieser Reise.
Santa Monica – endlich liegt der Pazifik vor uns 🌊
Von Los Angeles führt unsere letzte Etappe Richtung Westen.
Und irgendwann verändert sich die Luft.
Die Straßen öffnen sich.
Zwischen den Häusern taucht plötzlich Blau auf.
Nach Wäldern, Prärien, Wüsten, Bergen und unzähligen kleinen Städten liegt endlich der Pazifik vor euch.
Wir haben Santa Monica erreicht.
Santa Monica Pier – das symbolische Ende der Route 66
Der Santa Monica Pier gehört heute zu den bekanntesten Orten, die mit dem Ende der Route 66 verbunden werden.
Hier steht das berühmte Schild:
„End of the Trail.“
Für viele Reisende ist genau dieses Schild der Moment, auf den sie während des gesamten Roadtrips gewartet haben.
Ein Foto gehört natürlich dazu.
Aber danach würde ich das Handy für einen Moment weglegen.
Denn nach Tausenden Kilometern habt ihr es tatsächlich geschafft.
Von Chicago bis an den Pazifik.
Der perfekte Abschluss am Meer 🌅
Plant Santa Monica nicht nur als schnellen Fotostopp ein.
Bleibt ein paar Stunden.
Lauft über den Pier.
Spaziert am Strand entlang.
Setzt euch irgendwo mit Blick auf den Pazifik hin.
Und wenn es zeitlich passt, bleibt bis zum Sonnenuntergang.
Nach den langen Straßen der vergangenen Wochen ist es ein besonderes Gefühl, die Sonne über dem Meer verschwinden zu sehen.
Plötzlich gibt es keine nächste Route-66-Etappe mehr.
Kein Motel, das noch erreicht werden muss.
Keine Tankstelle, die gesucht werden muss.
Und keinen nächsten Bundesstaat.
Ihr seid angekommen.
Übernachten in Santa Monica 🌊🛏️
Wenn es euer Budget erlaubt, würde ich die letzte Nacht des Route-66-Roadtrips tatsächlich in Santa Monica verbringen.
Die Hotels in Strandnähe gehören zwar häufig zu den teureren Unterkünften dieser Reise, dafür könnt ihr den Roadtrip ohne weitere lange Autofahrt ausklingen lassen.
Am nächsten Morgen noch einmal am Strand spazieren, frühstücken und auf den Pazifik schauen – schöner könnte das Ende der Mother Road kaum sein.
Was für eine Reise – von Chicago bis zum Pazifik 🇺🇸🚗
Wenn ihr am Santa Monica Pier steht, liegen fast 4.000 Kilometer amerikanische Geschichte hinter euch.
Doch eine Route-66-Reise besteht am Ende nicht nur aus Kilometern.
Es sind die kleinen Orte, an die man sich erinnert.
Die alten Motels.
Die Neonreklamen am Abend.
Die Diners am Straßenrand.
Die endlosen Straßen durch Arizona.
Die roten Landschaften New Mexicos.
Die Fahrt durch die Black Mountains.
Die Stille der Mojave-Wüste.
Und schließlich dieser erste Blick auf den Pazifik.
Genau diese Gegensätze machen die Route 66 zu einem Roadtrip, der sich kaum mit einer gewöhnlichen Rundreise vergleichen lässt.
Praktische Route-66-Essentials für euren Roadtrip 🇺🇸🧳
Mehrere Wochen im Mietwagen bedeuten, dass einige kleine Reisebegleiter besonders praktisch werden können.
Ein guter Handyhalter fürs Auto, Ladekabel, Powerbank, Reiseadapter, kleine Organizer, wiederverwendbare Trinkflaschen und weiteres Roadtrip-Zubehör können unterwegs hilfreich sein.
In meiner USA-Ideenliste findet ihr praktische Begleiter für längere Reisen und Roadtrips durch die Vereinigten Staaten.
Route 66 – eine Reise, bei der der Weg das eigentliche Ziel ist
Natürlich könnt ihr von Chicago nach Los Angeles deutlich schneller reisen.
Aber darum geht es auf der Route 66 nicht.
Die Mother Road erzählt ihre Geschichte in den Orten, die man auf einer Interstate innerhalb weniger Minuten hinter sich lassen würde.
In alten Tankstellen.
In Familienbetrieben.
In historischen Motels.
Und auf Straßenabschnitten, auf denen die Zeit manchmal ein wenig langsamer zu laufen scheint.
Gerade deshalb würde ich für diesen Roadtrip lieber einen zusätzlichen Tag einplanen, als jeden Morgen unter Zeitdruck weiterzufahren.
Haltet an, wenn euch ein Ort gefällt.
Trinkt einen Kaffee in einem kleinen Diner.
Schaut euch die alten Schilder an.
Und nehmt auch einmal eine Straße, auf der scheinbar nichts passiert.
Denn genau dort entstehen häufig die Momente, die später von einer solchen Reise in Erinnerung bleiben.
Von der Mother Road bleibt mehr als ein Foto am Santa Monica Pier 🌊✨
Am Ende nehmt ihr wahrscheinlich Hunderte Fotos mit nach Hause.
Vom Cadillac Ranch.
Von alten Neonreklamen.
Vom Grand Canyon.
Von Oatman.
Von der Mojave-Wüste.
Und natürlich vom berühmten Route-66-Schild in Santa Monica.
Aber das Schönste an diesem Roadtrip lässt sich kaum auf einem einzelnen Bild festhalten.
Es ist das Gefühl, einmal quer durch die USA gefahren zu sein und dabei erlebt zu haben, wie sich Landschaft, Städte und Atmosphäre mit jedem Bundesstaat verändern.
Von Chicago bis zum Pazifik.
Eine Straße, acht Bundesstaaten und unzählige Geschichten dazwischen. 🇺🇸🚗🌊
Route 66 richtig planen – wie viele Tage solltet ihr einplanen? 🚗🇺🇸
Nachdem wir Santa Monica erreicht haben, fehlt für die eigene Reiseplanung noch eine wichtige Frage:
Wie viel Zeit braucht man eigentlich für die Route 66?
Theoretisch lässt sich die Strecke natürlich deutlich schneller fahren. Für mich würde das aber den eigentlichen Reiz dieser Reise nehmen.
Die Route 66 lebt gerade von den Stopps unterwegs, von kleinen Orten, spontanen Pausen und davon, auch einmal die Interstate zu verlassen und der historischen Straße zu folgen.
Für eine entspannte Reise würde ich deshalb ungefähr drei Wochen einplanen.
So bleibt genügend Zeit für die wichtigsten Route-66-Orte und gleichzeitig für besondere Abstecher wie den Grand Canyon.
Zwei Wochen – möglich, aber deutlich schneller
Auch mit etwa zwei Wochen lässt sich eine Route-66-Reise planen.
Dann müsst ihr allerdings auswählen.
Nicht jedes Museum wird möglich sein, manche kleinen Orte werden nur kurze Stopps und auch bei größeren Städten wie Chicago oder Los Angeles bleibt weniger Zeit.
Für Reisende, die hauptsächlich fahren und die bekanntesten Highlights sehen möchten, kann das funktionieren.
Wenn ihr euch aber wirklich auf die Atmosphäre der Mother Road einlassen möchtet, würde ich etwas mehr Zeit einplanen.
Drei Wochen – für mich die schönste Variante ✨
Mit ungefähr drei Wochen bekommt der Roadtrip deutlich mehr Luft.
Ihr könnt Chicago am Anfang der Reise genießen, ohne am nächsten Morgen sofort weiterfahren zu müssen.
Unterwegs bleibt Zeit für historische Route-66-Orte, kleine Diners, Motels und spontane Fotostopps.
Auch Santa Fe, der Petrified Forest oder ein Abstecher zum Grand Canyon lassen sich wesentlich entspannter integrieren.
Und am Ende bleiben vielleicht sogar noch ein oder zwei Tage für Los Angeles und Santa Monica.
Gerade bei einer Reise, die ihr wahrscheinlich nicht jedes Jahr macht, würde ich lieber etwas großzügiger planen.
Wo sollte man entlang der Route 66 übernachten? 🛏️
Die Unterkünfte gehören für mich zu einem Route-66-Roadtrip fast genauso dazu wie die Straße selbst.
Natürlich könnt ihr jeden Abend in einer großen Hotelkette übernachten.
Aber gerade entlang der Mother Road findet ihr historische Motels und kleinere Unterkünfte, die einen Teil der Geschichte dieser Reise erzählen.
Dabei würde ich trotzdem nicht zwanghaft jede Nacht ein historisches Motel buchen.
Eine Mischung ist oft angenehmer.
Nach einer Nacht in einem einfachen Route-66-Motel kann ein modernes Hotel mit großem Bad, ruhigem Zimmer und bequemem Bett plötzlich ziemlich verlockend sein. 😉
Unterkünfte lieber im Voraus buchen?
Bei einigen Etappen würde ich die Unterkunft tatsächlich vorher reservieren.
Das gilt besonders für beliebte Reisezeiten und Orte wie Chicago, Santa Fe, Flagstaff, Williams, Los Angeles und Santa Monica.
Auch wenn ihr rund um den Grand Canyon übernachten möchtet, würde ich nicht erst am Nachmittag spontan nach einem Zimmer suchen.
Bei kleineren Route-66-Orten könnt ihr etwas flexibler planen.
Trotzdem gibt eine reservierte Unterkunft am Ende eines langen Fahrtages ein gutes Gefühl.
Ihr wisst, wo ihr abends ankommt, und müsst nicht müde noch mehrere Motels abfahren.
Mietwagen für die Route 66 🚗
Für diesen Roadtrip braucht ihr natürlich ein Fahrzeug, das euch zuverlässig über mehrere Tausend Kilometer begleitet.
Ein riesiger Geländewagen ist dafür nicht zwingend notwendig.
Viel wichtiger sind ausreichend Platz für euer Gepäck, bequeme Sitze und ein Auto, in dem ihr euch auch nach mehreren Stunden Fahrt noch wohlfühlt.
Gerade bei drei Wochen unterwegs würde ich den Mietwagen nicht ausschließlich nach dem günstigsten Preis auswählen.
Einwegmiete berücksichtigen
Wenn ihr in Chicago startet und den Wagen in Los Angeles zurückgebt, handelt es sich in der Regel um eine Einwegmiete.
Deshalb solltet ihr beim Preisvergleich darauf achten, welche Gebühren bereits im Gesamtpreis enthalten sind.
Vergleicht nicht nur den Tagespreis des Fahrzeugs, sondern den tatsächlichen Endpreis für den gesamten Mietzeitraum.
Gepäck nicht unterschätzen 🧳
Gerade bei drei oder vier Personen kann der Kofferraum schnell zum Problem werden.
Prüft deshalb vor der Buchung, wie viele Koffer tatsächlich in die gewählte Fahrzeugklasse passen.
Idealerweise bleibt das Gepäck während der Fahrt vollständig im Kofferraum und liegt nicht sichtbar auf der Rückbank.
Ein etwas größeres Fahrzeug kann auf einer solchen Reise deshalb durchaus sinnvoll sein.
Tanken entlang der Route 66 ⛽
Auf großen Teilen der Strecke ist die Versorgung vollkommen unkompliziert.
Trotzdem gibt es gerade in den Wüstenregionen längere Abschnitte, auf denen Tankstellen deutlich weiter auseinanderliegen können.
Ich würde deshalb nicht darauf warten, dass die Tankanzeige fast leer ist.
Wenn ihr in abgelegenere Regionen fahrt und sich eine gute Gelegenheit zum Tanken bietet, nutzt sie.
Besonders in Arizona und Kalifornien sollte außerdem ausreichend Trinkwasser im Fahrzeug liegen.
Navigation – Google Maps allein reicht nicht immer 🗺️
Eine kleine Herausforderung bei der Route 66 ist, dass es nicht mehr überall eine einzige durchgehende Straße gibt, der ihr einfach von Chicago bis Santa Monica folgen könnt.
Teile der historischen Route wurden ersetzt, umgelegt oder verlaufen heute parallel zu modernen Straßen.
Deshalb würde ich mich nicht ausschließlich darauf verlassen, „Route 66“ ins Navigationssystem einzugeben.
Eine Kombination aus Navigation und einer speziellen Route-66-Karte beziehungsweise einem aktuellen Reiseführer ist deutlich praktischer.
So erkennt ihr auch historische Abschnitte und kleine Orte, an denen euch die schnellste Navigation sonst vorbeiführen würde.
Nicht jeder Kilometer muss historisch sein
Trotzdem würde ich daraus keinen Wettbewerb machen.
Ihr müsst nicht jeden einzelnen Meter des historischen Straßenverlaufs fahren, damit es ein echter Route-66-Roadtrip ist.
Manchmal ist ein Abschnitt gesperrt.
Manchmal ist die Interstate deutlich sinnvoller.
Und manchmal möchtet ihr nach einem langen Tag einfach nur noch ins Hotel.
Die Mischung macht die Reise entspannter.
Beste Reisezeit für die Route 66 ☀️🍂
Weil die Route 66 durch mehrere Klimazonen führt, gibt es nicht den einen perfekten Monat für jeden Abschnitt.
Während es in Chicago noch kühl sein kann, können euch in Arizona oder der Mojave-Wüste bereits sehr hohe Temperaturen erwarten.
Für einen kompletten Roadtrip sind deshalb häufig Frühling und Herbst besonders interessant.
Im Hochsommer kann vor allem die Fahrt durch die Wüstenregionen sehr heiß werden.
Im Winter können dagegen auf höher gelegenen Abschnitten Schnee und winterliche Straßenbedingungen auftreten.
Mein Tipp
Schaut bei der Reiseplanung nicht nur auf das Wetter in Los Angeles.
Prüft die Bedingungen entlang der gesamten Route.
Zwischen Chicago, Flagstaff und der Mojave-Wüste können zur gleichen Zeit vollkommen unterschiedliche Temperaturen herrschen.
Was gehört ins Auto? 🚗
Bei mehreren Tausend Kilometern Roadtrip lohnt sich ein kleiner Grundvorrat im Fahrzeug.
Ausreichend Wasser gehört für mich immer dazu.
Ebenso ein paar Snacks, Ladekabel und eine Powerbank.
Eine kleine Kühltasche kann besonders auf längeren Etappen praktisch sein.
Dazu kommen Sonnenbrille, Sonnencreme und je nach Jahreszeit auch wärmere Kleidung.
Gerade in höher gelegenen Regionen können die Temperaturen deutlich niedriger sein, als man es bei einem Roadtrip durch den amerikanischen Südwesten zunächst erwartet.
Wie teuer ist ein Route-66-Roadtrip? 💰
Die Gesamtkosten können sehr unterschiedlich ausfallen.
Flüge, Reisezeit, Mietwagenklasse und Unterkünfte machen einen großen Unterschied.
Auch bei den Hotels reicht die Auswahl vom einfachen Motel bis zum hochwertigen Hotel in Chicago, Los Angeles oder Santa Monica.
Dazu kommen Benzin, Verpflegung, Nationalparks, Eintritte und mögliche Aktivitäten.
Lieber mit einem Gesamtbudget planen
Statt jeden Tag einzeln möglichst günstig gestalten zu wollen, würde ich vor der Reise ein Gesamtbudget festlegen.
Teilt es anschließend grob auf:
Flüge und Mietwagen.
Unterkünfte.
Benzin.
Essen.
Eintritte und Aktivitäten.
Zusätzliche Ausgaben.
Und eine kleine Reserve.
So könnt ihr an manchen Tagen bewusst günstig in einem Motel übernachten und euch dafür beispielsweise am Ende ein schönes Hotel in Santa Monica gönnen.
Route 66 Roadtrip – unsere wichtigsten Tipps auf einen Blick ✨
Nach Tausenden Kilometern gibt es einige Dinge, die ich bei der Planung besonders berücksichtigen würde.
Plant lieber etwas mehr Zeit ein, als jeden Tag zu voll zu packen.
Bucht wichtige Unterkünfte frühzeitig.
Tankt in abgelegenen Regionen lieber einmal zu früh als zu spät.
Habt immer ausreichend Wasser im Auto.
Prüft historische Straßenabschnitte vor der Fahrt auf aktuelle Sperrungen.
Plant den Grand Canyon als zusätzlichen Tag und nicht als kurzen Zwischenstopp.
Und versucht nicht, jede Sehenswürdigkeit entlang der Route abzuhaken.
Die schönsten Momente entstehen auf einem Roadtrip manchmal genau dort, wo vorher überhaupt kein Stopp geplant war.
Von Chicago bis Santa Monica – eine Reise, die man nicht einfach abhakt 🌊🇺🇸
Die Route 66 ist keine Reise, bei der nur das Ziel zählt.
Natürlich ist der Moment am Santa Monica Pier etwas Besonderes.
Aber wenn ihr dort ankommt, werdet ihr wahrscheinlich nicht nur an das Meer denken.
Ihr erinnert euch an Chicago.
An die kleinen Orte in Illinois.
An St. Louis.
An Oklahoma.
An Cadillac Ranch in Texas.
An die Neonlichter von Tucumcari.
An die Landschaften New Mexicos.
An Arizona.
An die Burros in Oatman.
Und an die endlose Weite der Mojave-Wüste.
Genau deshalb ist die Route 66 bis heute einer der faszinierendsten Roadtrips durch die USA.
Nicht weil sie der schnellste Weg von Chicago nach Kalifornien ist – sondern weil auf dem Weg so viel passiert. 🇺🇸🚗✨
Besondere Erlebnisse entlang der Route 66 – wo sich mehr Zeit wirklich lohnt 🇺🇸✨
Eine Reise auf der Route 66 besteht nicht nur aus historischen Straßen, alten Motels und kleinen Orten. Auf dem Weg von Chicago bis Kalifornien liegen auch einige der schönsten Landschaften und spannendsten Städte der USA, für die es sich lohnt, den Roadtrip zwischendurch bewusst zu unterbrechen.
Gerade wenn ihr ungefähr drei Wochen für die gesamte Strecke eingeplant habt, würde ich deshalb nicht versuchen, jeden Tag möglichst viele Kilometer zurückzulegen. Ein zusätzlicher Tag in einer besonderen Stadt, ein Besuch im Nationalpark oder ein Nachmittag ohne lange Autofahrt macht die Reise deutlich entspannter.
Dabei braucht ihr keineswegs jeden Tag eine gebuchte Aktivität. Viel schöner ist eine Mischung aus einigen besonderen Erlebnissen und genügend Zeit für spontane Stopps entlang der Route.
Chicago – entspannt in den Roadtrip starten 🌆
Bevor ihr euch auf den Weg Richtung Westen macht, würde ich mindestens einen vollständigen Tag für Chicago einplanen.
Gerade nach einem langen Flug aus Deutschland ist es angenehm, zunächst in Ruhe anzukommen und nicht direkt am nächsten Morgen mehrere Stunden im Auto zu verbringen.
Chicago eignet sich außerdem wunderbar als Auftakt für die Reise. Ihr könnt durch Downtown spazieren, den Millennium Park besuchen und euch die beeindruckende Skyline ansehen.
Besonders schön ist eine Bootstour auf dem Chicago River. Vom Wasser aus bekommt ihr einen ganz anderen Blick auf die Stadt und könnt gleichzeitig mehr über die außergewöhnliche Architektur Chicagos erfahren.
So beginnt der Roadtrip nicht mit Stress und langen Fahrzeiten, sondern mit einem entspannten ersten Tag in einer der spannendsten Städte der USA.
St. Louis – eine Pause am Mississippi
Auch St. Louis verdient etwas mehr Zeit als nur einen kurzen Zwischenstopp.
Das bekannteste Wahrzeichen der Stadt ist der imposante Gateway Arch direkt am Mississippi. Wer möchte, kann bis nach oben fahren und die Aussicht über die Stadt und den Fluss genießen.
Danach würde ich den restlichen Aufenthalt bewusst entspannt gestalten. Vielleicht geht ihr noch etwas essen oder verbringt den Abend am Mississippi, bevor am nächsten Morgen die Route 66 weitergeht.
Gerade bei einem langen Roadtrip sind solche ruhigeren Abende wichtig. Schließlich soll sich die Reise nicht irgendwann wie eine Aneinanderreihung von Sehenswürdigkeiten anfühlen.
Santa Fe – hier lohnt sich ein zusätzlicher Tag 🌵
Einer der Orte, an denen ich definitiv nicht nur für ein paar Stunden bleiben würde, ist Santa Fe.
Die Stadt unterscheidet sich mit ihrer charakteristischen Architektur und ihrer besonderen Atmosphäre deutlich von vielen anderen Stopps entlang der Route 66.
Nehmt euch Zeit, durch das historische Zentrum zu schlendern, kleine Geschäfte und Galerien zu entdecken und zwischendurch einfach irgendwo einen Kaffee zu trinken.
Gerade nach mehreren langen Fahrtagen ist Santa Fe ein wunderbarer Ort, um den Roadtrip für einen Moment etwas langsamer werden zu lassen.
Wer mehr über die Geschichte und Kultur der Stadt erfahren möchte, kann zusätzlich eine geführte Tour einplanen.
Petrified Forest National Park – raus aus dem Auto und hinein in die Landschaft 🏜️
Nach vielen Stunden auf der Straße tut es gut, zwischendurch einmal länger aus dem Auto auszusteigen.
Der Petrified Forest National Park eignet sich dafür perfekt.
Statt lediglich die wichtigsten Aussichtspunkte anzufahren, würde ich mehrere kurze Spaziergänge einplanen. So erlebt ihr die farbenprächtige Landschaft der Painted Desert und die außergewöhnlichen versteinerten Baumstämme wesentlich intensiver.
Ihr braucht dafür keine stundenlange Wanderung. Schon einige kürzere Wege sorgen dafür, dass sich dieser Tag deutlich von den klassischen Fahrtagen unterscheidet.
Plant deshalb lieber etwas mehr Zeit für den Nationalpark ein, anstatt ihn nur schnell auf dem Weg zum nächsten Route-66-Ort abzuhaken.
Grand Canyon – dieser Abstecher verdient einen eigenen Tag 🏜️✨
Der Grand Canyon liegt zwar nicht direkt an der historischen Route 66, lässt sich aber hervorragend in einen Roadtrip durch Arizona integrieren.
Wenn ihr noch nie dort wart, würde ich dafür unbedingt einen zusätzlichen Tag einplanen.
Von Flagstaff oder Williams könnt ihr den South Rim gut erreichen. Statt jedoch nur für ein Foto hinzufahren und anschließend sofort wieder weiterzureisen, solltet ihr euch Zeit für mehrere Aussichtspunkte und einen Spaziergang entlang des Canyons nehmen.
Erst wenn man eine Weile dort steht und die Landschaft auf sich wirken lässt, bekommt man ein Gefühl für die unglaublichen Dimensionen des Grand Canyon.
Besonders schön ist es, bis zum späteren Nachmittag oder Sonnenuntergang zu bleiben, wenn sich die Farben der Felswände langsam verändern.
Plant danach möglichst keine lange Fahrt mehr. Eine Übernachtung in der Region macht den Tag wesentlich entspannter.
Oatman – hier braucht ihr keine zusätzliche Tour 🫏
Nicht jeder besondere Ort entlang der Route 66 braucht ein großes Programm.
Oatman ist dafür ein schönes Beispiel.
Bereits die Fahrt über die kurvenreiche historische Route durch die Black Mountains ist ein Erlebnis. Wenn ihr anschließend durch den kleinen ehemaligen Bergbauort spaziert und den berühmten Burros begegnet, habt ihr bereits einen außergewöhnlichen Route-66-Tag.
Nehmt euch ein wenig Zeit für die historischen Gebäude und kleinen Geschäfte und fahrt anschließend weiter, wenn es für euch passt.
Gerade solche unkomplizierten Stopps sorgen dafür, dass die Reise nicht zu durchgeplant wirkt.
Die Mojave-Wüste – manchmal ist die Straße selbst das Erlebnis 🏜️🚗
Auch während der Fahrt durch die Mojave-Wüste würde ich bewusst auf ein vollgepacktes Programm verzichten.
Hier geht es vor allem um die Landschaft und das besondere Gefühl, auf langen historischen Straßen durch eine der trockensten Regionen der USA zu fahren.
Unterwegs könnt ihr immer wieder an interessanten Orten anhalten und beispielsweise einen Stopp in Amboy einlegen. Trotzdem sollte genügend Zeit bleiben, um die Strecke einfach zu genießen.
Genau solche Abschnitte gehören für mich zu einem echten Roadtrip. Ihr habt kein festes Programm, müsst nicht zu einer bestimmten Uhrzeit irgendwo sein und könnt anhalten, wenn euch unterwegs etwas gefällt.
Los Angeles – nach der Route 66 noch ein paar Tage bleiben 🌴
Wenn es eure Reisezeit erlaubt, würde ich nach der Ankunft in Los Angeles nicht sofort wieder nach Hause fliegen.
Nach mehreren Wochen auf der Route 66 sind zwei oder drei zusätzliche Tage eine schöne Möglichkeit, die Reise entspannt ausklingen zu lassen.
Los Angeles ist riesig und lässt sich ohnehin nicht an einem einzigen Tag entdecken. Je nach euren Interessen könnt ihr beispielsweise Hollywood besuchen, zum Griffith Observatory fahren oder verschiedene Viertel der Stadt erkunden.
Besonders das Griffith Observatory würde ich einplanen. Von dort habt ihr einen wunderbaren Blick über Los Angeles und könnt bei guten Bedingungen weit über die Stadt schauen.
Wer nur wenig Zeit hat und trotzdem verschiedene Seiten von Los Angeles kennenlernen möchte, kann auch eine geführte Tour durch die Stadt buchen.
Santa Monica – am Ende einfach ankommen 🌊
Für den letzten Tag würde ich dagegen möglichst wenig planen.
Ihr habt mehrere Tausend Kilometer hinter euch gebracht und seid einmal quer durch die USA gefahren. Jetzt darf der Roadtrip auch langsam werden.
Lauft zum Santa Monica Pier und macht euer Erinnerungsfoto am Route-66-Schild. Anschließend könnt ihr am Strand entlangspazieren, etwas essen oder euch einfach mit Blick auf den Pazifik hinsetzen.
Wenn ihr bis zum Abend bleibt, könnt ihr den Sonnenuntergang über dem Meer erleben und den Roadtrip dort beenden, wo nach all den Tagen auf der Straße plötzlich keine weitere Etappe mehr wartet.
Santa Monica und Venice Beach verbinden 🌴🌊
Wenn ihr am letzten Tag noch etwas mehr sehen möchtet, könnt ihr Santa Monica wunderbar mit Venice Beach verbinden.
Statt dafür wieder einen kompletten Ausflugstag zu planen, könnt ihr beide Orte ganz entspannt miteinander kombinieren.
So verbringt ihr die letzten Stunden eurer Reise an der kalifornischen Küste und müsst nach all den langen Fahrtagen nicht schon wieder mehrere Stunden im Auto sitzen.
Was würde ich für die Route 66 vorher buchen?
Bei einem dreiwöchigen Roadtrip würde ich nicht versuchen, bereits Monate vorher jeden einzelnen Tag vollständig durchzuplanen.
Ein Teil des Reizes besteht schließlich darin, unterwegs spontan anhalten zu können.
Einige besondere Erlebnisse würde ich trotzdem vorab reservieren, wenn sie euch wichtig sind. Dazu können beispielsweise eine Architektur-Bootstour in Chicago, bestimmte Aktivitäten am Grand Canyon oder eine Tour in Los Angeles gehören.
Auch die wichtigsten Hotels würde ich vorab buchen, besonders in beliebten Orten und während der Hauptreisezeiten.
Dazwischen darf aber ruhig etwas Platz bleiben.
Vielleicht entdeckt ihr unterwegs ein Diner, das in keinem Reiseführer stand. Vielleicht gefällt euch ein kleiner Route-66-Ort so gut, dass ihr länger bleibt als geplant. Oder ihr möchtet nach einem langen Fahrtag einfach früher ins Hotel.
Genau diese Freiheit gehört für mich zu einem Roadtrip dazu.
Die schönsten Erlebnisse lassen sich nicht immer vorher planen 🚗✨
Natürlich gehören berühmte Sehenswürdigkeiten wie der Grand Canyon oder das Santa Monica Pier zu einer Route-66-Reise.
Trotzdem werden es am Ende vielleicht ganz andere Momente sein, an die ihr euch besonders erinnert.
Ein Frühstück in einem kleinen Diner irgendwo in Arizona.
Eine alte Tankstelle, an der ihr spontan angehalten habt.
Ein Sonnenuntergang während einer langen Fahrt durch New Mexico.
Oder ein Gespräch mit jemandem, der seit Jahrzehnten an der Route 66 lebt.
Deshalb würde ich die Reise gut vorbereiten, aber niemals komplett durchplanen.
Die Route gibt die Richtung vor – was ihr unterwegs daraus macht, ist euer eigener Roadtrip. 🇺🇸🚗✨
Fazit – Von Albuquerque bis zum Pazifik 🌵🌊
Der zweite Teil unseres Route-66-Roadtrips zeigt noch einmal, wie abwechslungsreich diese legendäre Reise durch die USA ist.
Von den weiten Landschaften New Mexicos führt die Route durch Arizona, vorbei an versteinerten Wäldern, historischen Motels und kleinen Orten, in denen die Geschichte der Mother Road bis heute lebendig geblieben ist. Mit Williams, Seligman, Kingman und Oatman liegen einige der schönsten klassischen Route-66-Stopps auf diesem Abschnitt.
Danach verändert sich die Landschaft erneut. Die Straße führt durch die Weite der Mojave-Wüste, bevor die Orte langsam größer werden und schließlich Los Angeles vor euch liegt.
Und dann kommt dieser eine Moment, auf den ihr seit Chicago hingefahren seid: Ihr erreicht Santa Monica und seht zum ersten Mal den Pazifik.
Nach mehreren Tausend Kilometern endet die Reise dort, wo die historische Route 66 für viele Reisende symbolisch endet – direkt am Meer.
Mein Tipp für euren Route-66-Roadtrip 🚗
Versucht nicht, jeden einzelnen historischen Straßenabschnitt, jedes Museum und jede Sehenswürdigkeit in eure Reise zu packen.
Plant die wichtigsten Etappen, reserviert besondere Unterkünfte und nehmt euch ausreichend Zeit für Orte, die euch wirklich interessieren. Dazwischen sollte genügend Raum für spontane Stopps bleiben.
Gerade auf der Route 66 sind es häufig nicht die perfekt geplanten Programmpunkte, die später besonders in Erinnerung bleiben.
Vielleicht ist es ein kleines Diner irgendwo in Arizona, ein altes Neonschild am Straßenrand oder eine fast leere Straße mitten in der Wüste.
Genau diese Momente machen einen Roadtrip aus.
Route 66 – einmal quer durch Amerika 🇺🇸
Von Chicago bis Santa Monica führt die Route 66 durch acht Bundesstaaten und durch Landschaften, die unterschiedlicher kaum sein könnten.
Ihr erlebt große Städte und winzige Orte, grüne Landschaften und trockene Wüsten, historische Motels und moderne Metropolen.
Und während sich die Umgebung ständig verändert, begleitet euch eine Straße durch die gesamte Reise:
die Mother Road.
Wenn ihr schließlich am Santa Monica Pier steht und auf den Pazifik schaut, endet deshalb nicht einfach nur eine Autofahrt von Chicago nach Kalifornien.
Es endet eine Reise quer durch Amerika.
Und wahrscheinlich beginnt genau dort bereits der Gedanke:
Diese Reise würde ich irgendwann noch einmal machen. 🇺🇸🚗🌊
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